Der Reiz und die Falle
Die Power Platform ist verlockend, weil vieles ohne klassische Entwicklung geht.
Genau darin liegt auch das Risiko: Nach zwei Jahren existieren vierzig kleine
Anwendungen, von denen niemand weiß, wer sie gebaut hat und was passiert, wenn
die Person das Unternehmen verlässt.
Wir bauen deshalb von Anfang an mit Struktur — Umgebungen, Benennung,
Dokumentation, Zuständigkeit. Das kostet am Anfang etwas mehr und spart später
sehr viel.
Wofür sich das eignet
Am größten ist der Nutzen dort, wo ein Ablauf klaren Regeln folgt und häufig
vorkommt: Freigaben, Datenabgleiche, wiederkehrende Auswertungen, interne
Anträge.
Typische Fälle: eine Reklamations-App, die Angebotsfreigabe, der Besuchsbericht
für den Außendienst, ein Händlerportal, ein Prozess für Lieferanten und Partner,
ein Genehmigungsworkflow, die Prüfung von Stammdaten, ein Management-Dashboard
oder ein KI-Assistent für Service und Vertrieb.
Der Punkt für den Mittelstand: Ein Fachbereich bekommt eine Lösung für eine echte
Prozesslücke, ohne dass dafür jedes Mal ein Individualsoftwareprojekt aufgesetzt
werden muss.
Wofür nicht
Für alles, was sich ständig ändert oder viele Sonderfälle kennt. Dort ist eine
Automatisierung schneller veraltet, als sie gebaut ist.