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Power Platform

Power Automate mit KI aus dem Terminal steuern

Power Automate wird für Entwickler und Consultants flexibler — Flows lassen sich jetzt auch außerhalb des grafischen Designers bearbeiten.

Nuno Serôdio

Mit neuen Skills aus dem Repository microsoft/power-platform-skills können Flows nicht mehr nur im grafischen Designer, sondern auch direkt über Werkzeuge wie Copilot CLI oder Claude Code bearbeitet werden.

Das klingt zunächst sehr technisch, kann den Alltag aber deutlich vereinfachen.

Was ist damit möglich?

Ein KI-Assistent kann beispielsweise dabei helfen,

  • einen neuen Flow aus einer Beschreibung zu erstellen,
  • bestehende Flows zu durchsuchen,
  • Fehler in Flow-Ausführungen zu analysieren,
  • Verbindungsprobleme zu erkennen,
  • Flows zu aktivieren, zu deaktivieren oder zu teilen,
  • Änderungen zwischen Entwicklungs-, Test- und Produktivumgebungen zu begleiten.

Auch Desktop Flows können berücksichtigt werden.

Statt sich ausschließlich durch viele einzelne Schritte im Designer zu klicken, kann man eine Anforderung direkt beschreiben. Der Assistent unterstützt anschließend bei der Erstellung und technischen Umsetzung.

Ein einfaches Beispiel

Eine mögliche Anforderung wäre:

„Erstelle einen Flow, der eingehende E-Mail-Anhänge in SharePoint speichert und den zuständigen Mitarbeiter informiert.”

Der Assistent kann daraus eine erste Flow-Struktur erstellen, die benötigten Aktionen vorschlagen und bei Fehlern unterstützen. Die fachliche Prüfung und Freigabe bleibt weiterhin beim Entwickler oder Consultant.

Was bringt das in der Praxis?

Besonders hilfreich ist der Ansatz bei:

  • der schnellen Erstellung erster Prototypen,
  • der Analyse fehlerhafter Flow-Ausführungen,
  • wiederkehrenden Verwaltungsaufgaben,
  • der Dokumentation von Flow-Strukturen,
  • der Arbeit mit mehreren Power-Platform-Umgebungen.

Dadurch können einfache Aufgaben schneller erledigt werden. Gleichzeitig bleibt mehr Zeit für Prozessdesign, Abstimmungen und Qualitätssicherung.

Low Code wird nicht ersetzt

Die neuen Möglichkeiten ersetzen den Power-Automate-Designer nicht. Vielmehr entsteht eine zusätzliche Arbeitsweise.

Der Designer bleibt wichtig, um Abläufe visuell zu prüfen und anzupassen. Die Arbeit über das Terminal kann dagegen bei Erstellung, Analyse und Verwaltung unterstützen.

Auch bestehende Vorgaben wie Berechtigungen, Umgebungen, DLP-Richtlinien und Application Lifecycle Management gelten weiterhin.

Fazit

Die neuen Power-Automate-Skills zeigen, wie sich die Flow-Entwicklung künftig verändern könnte: weniger manuelle Konfiguration, schnellere Fehleranalyse und eine engere Zusammenarbeit zwischen KI, Low Code und klassischer Entwicklung.

Gerade für Power-Platform-Teams kann dies die Erstellung, Wartung und Bereitstellung von Automatisierungen deutlich effizienter machen.